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Neurofeedback-Training bei chronischem Tinnitus


Chronischer Tinnitus ist durch die Wahrnehmung eines Phantom-Tones ohne physikalische Ursache gekennzeichnet. Forschungen der letzten Jahre zeigen, dass der Tinnitus nicht etwa im Ohr - sondern im zentralen Nervensystem generiert wird. Der Auditorische Kortex spielt dabei eine führende Rolle. Aber auch andere Gehirnregionen wie der Frontale Kortex, das Cingulum und Parietaler Kortex sind bei der Genese und Aufrechterhaltung der auditorischen Phantomwahrnehmung involviert.
Patienten mit chronischen Tinnitus zeigen vor allem in den Arealen der Hörverarbeitung im Großhirn Veränderungen ihrer Gehirnwellen.
Zwei Wellenbereiche zeigen hierbei typische Abweichungen:

  1. Es werden verhältnismäßig zu viele Delta-Wellen produziert und
  2. Es werden verhältnismäßig zu wenig Alphawellen produziert.

Mit dem Neurofeedback-Training kann nun geübt und gelernt werden weniger von den Deltawellen und mehr an Alphawellen zu produzieren.
Dies führt belegbar zu einer Reduzierung des wahrgenommenen Tinnitus.
Es sind je nach individuellem Fortschritt 20 bis 40 Trainingssitzungen notwendig um dauerhafte Veränderungen zu erreichen.

Literatur: z.B.
Dohrmann, K. (2007). Modulierung anomaler Gehirnaktivität bei Menschen mit chronischem Tinnitus: Entwicklung eines Neurofeedback-Trainings. Dissertation, Universität Konstanz

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farn

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