Neuron
• Was ist AD(H)S • Therapieablauf und Dauer
• AD(H)S und Neurofeedback

AD(H)S

Was ist AD(H)S?

AD(H)S ist eine Störung, die einhergeht mit Aufmerksamkeitsdefiziten, Impulsivität und mangelnder Selbststeuerung.

Der Begriff AD(H)S = Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit/ohne Hyperaktivität ist in Anlehnung an die amerikanische Bezeichnung ADD (Attention Defizit Dysorder) entstanden. Er steht für die international anerkannte Diagnose „Aufmerksamkeitsstörung mit und ohne Hyperaktivität“. Bei ca. 6-8% aller Kinder lässt sich ein ADS feststellen.

der Zappelphilipp

Die Ursache

 Durch wissenschaftliche Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass bei einem ADS/POS bestimmte Hirnstoffwechselvorgänge gestört sind. Dadurch sind die Abläufe der Informations-Verarbeitung im Gehirn beeinträchtigt. Die Intelligenz ist davon nicht betroffen.

Die Symptome

Als Hauptsymptome bei einem Aufmerksamkeitsdefizit-Symdrom gelten folgende Merkmale:
Aufmerksamkeitsschwäche

Impulsivität

Zusätzlich kann eine Hyperaktivität oder Hypoaktivität vorhanden sein:
Hyperaktivität

Hypoaktivität

Mögliche Störungen, die häufig begleitend auftreten:

Motorische Defizite 

Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen

Defizite in der visuell-räumlichen Wahrnehmung

Lernstörungen und Schulschwierigkeiten

Emotionale Probleme

Soziale Probleme

Schwierigkeiten Freunde zu finden

 Folgeprobleme

ADS-Kinder machen aufgrund der beschriebenen Symptome im Laufe ihrer Entwicklung oft viele negative und frustrierende Erfahrungen. Je weniger Anerkennung sie erfahren und je öfter Misserfolge in ihrem Alltag auftreten, umso mehr sind sie entmutigt und haben wenig Motivation.
Als Folge dieser Gesamtsituation entsteht ein Teufelskreis in dem das Kind ein immer schlechteres Selbstwertgefühl entwickelt und teilweise unangemessene Verhaltensweisen zeigt (z.B. Aggressivität, kaspern, sozialer Rückzug, Grosssprecherei, Trotzverhalten...).
Die Umwelt reagiert ihrerseits mit Unverständnis und negativen Zuschreibungen. Die Eltern sind oftmals hilflos und überfordert.

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AD(H)S und Neurofeedback

Individuelles Training bei AD(H)S
Der Lernerfolg eines Menschen wird von vielen Faktoren beeinflusst und ist daher sehr komplex. Welche Schritte zur Verbesserung des Lernerfolges nötig sind, kann jeweils nur individuell bestimmt werden.

 Neurofeedback wird in den USA seit den 70er-Jahren erfolgreich bei ADHS angewendet 
Die bei AD(H)S–Betroffenen vorliegenden neurologischen Dysfunktionen können durch die Neurofeedback-Behandlung positiv beeinflusst werden. 
Ziel ist die Normalisierung der Gehinaktivität in denjenigen Bereichen des Gehirns, die für die Selbstregulation, Impulskontrolle und die Handlunsgplanung zuständig sind.
Die pharmakologische Behandlung mit Stimulanzien wie Ritalin erreicht diesen Effekt während der Wirkdauer des Medikaments - beim Neurofeedback sind jedoch dauerhafte Erfolge zu erwarten.

Ziel ist die Normalisierung der Hirnaktivität
Durch Neurofeedback lassen sich Defizite bei der Aufmerksamkeit, erhöhte Impulsivität und Überaktivität (Kernsymptome der ADHS) nachhaltig verbessern.
Auch die Verbesserung des Lernverhaltens, der Motivation, des Schulerfolgs und damit des Selbstbewusstseins gehen mit einer Behandlung oft einher.

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Therapieablauf und Dauer

Erstkontakt und Abklärung
Zuerst erfolgt ein ausführliches Gespräch mit einem oder beiden Elternteilen, bei dem zusätzlich ein Fragebogen abgegeben wird.
Anschließend wird eine sogenannte Abklärung mit dem Kind durchgeführt, bei der verschiedene Hirnleistungsbereiche getestet werden und eine Hirnwellen-Messung an verschiedenen Stellen des Kopfes durchgeführt wird.
Die Auswertung der Ergebnisse der Tests und der Hirnwellen-Messung ergeben das individuell erstellte Neurofeedback-Training.
Oftmals kommen dabei das HEG-Training und ein Neurofeedback-Training zum Einsatz.
Durch das HEG-Training können die häufig auftretende Frontalhirnsymptome (siehe Neurofeedback und AD(H)S) angegangen werden. Beim Neurofeedback-Training geht es meist darum, an bestimmten Punkten des Kopfes mehr schnelle und weniger langsame Gehirnwellen zu produzieren.

Das Neurofeedback-Training
Das eigentliche Training wird dann, angeschlossen an das jeweilige spezifische Messgerät, vor einem Bildschirm gemacht. Das Kind wird angehalten, einen Film oder eine Computeranimation auf dem Bildschirm zum Laufen zu bringen. der Film läuft nur, wenn das Kind Gehirnwellen gemäß den Trainingsvorgaben produziert. ansonsten bleibt der Film stehen. Da das Kind den Film gerne anschauen möchte, ist es motiviert sich zu konzentrieren und somit die Gehirnwellen vermehrt in den entsprechenden Frequenzen zu produzieren.

Das neuropsychologische Training
Begleitend zum Hirnwellen-Training werden neuropsychologische Aufmerksamkeitstrainings durchgeführt. Dabei lernt das Kind Strategien, wie es effizienter an Aufgabenstellungen herangehen kann.
Zusätzlich wird geübt, wie die erworbenen Fähigkeiten in Alltagssituationen, wie z.B. bei den Hausaufgaben, eingesetzt werden können.

Verhaltensprobleme zu Hause
Auf Wunsch kann parallel zum Training ein Elterncoaching begleitend durchgeführt werden.
Dabei werden für schwierige Alltagssituationen verhaltensregulierende Maßnahmen besprochen und gemeinsam nach Lösungen gesucht.

Therapiedauer
Die Dauer der Therapie lässt sich nicht genau vorhersagen, da jedes Kind seine spezifischen Probleme hat und das Gehirn individuell unterschiedlich organisiert ist.
Es gibt jedoch Erfahrungswerte, die besagen, dass …

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